Auf dem Tisch liegen die Bücher für die Arbeit, die dringend geschrieben werden muss, und lachen mich an. Ich lache schamlos zurück. Und das nicht erst seit gestern: Die Zeit bis zum Abgabetermin zerinnt, und immer ist der nächste Tag der beste zum Anfangen.
Ich dachte mir schon, dass ich nicht der einzige Mensch auf Erden mit eben diesem Problem bin. Und es ist wohl so verbreitet, dass das Heute-nicht-lieber-morgen-Gefühl sogar einen eigenen Fachbegriff hat: Prokrastination. Klingt nach schwerer Krankheit - was einerseits furchteinflößend, andererseits aber auch beruhigend ist. Krank sein will zwar niemand, aber wenn es zumindest einen Namen für das Übel gibt, dann ist es ja vielleicht behandelbar.
Ich hoffe also auf Heilung - und schreibe derweil statt an meiner Arbeit weiterhin an dieser Stelle.
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