Bill Murray ist mein Held. Nicht der "Ghost-Busters"-Bill, sondern der "Broken Flowers" -Bill, der alt, allein und traurig aussieht. Dabei tut er gar nichts. Er sitzt nur da - auf einer braunen Leder-Designer Couch, die gleichzeitig teuer und furchtbar hässlich aussieht, ein Ungetüm, in dem man zwar versinkt, aber sich niemals geborgen fühlt - und starrt vor sich hin. Starrt auf den Fernseher, in dem Western oder Zeichentrickfilme aufflimmern, starrt am Bild vorbei in die Leere - und dabei strahlt so viel Einsamkeit und Traurigkeit aus ihm heraus wie Helligkeit aus einer Flutlichtanlage.
Da stört es fast gar nicht, dass der Film ein merkwürdiges Ende hat und einige Längen und machmal zu wenig Dialog. Bill muss gar nicht sprechen, eigentlich ist es sogar besser, wenn er schweigt. Denn dann potenziert sich seine Traurigkeit, verschmilzt mit der Stille zu einem riesigen, wabbernden Etwas, das er in die Welt hinaus sendet.
Vermutlich ist es mal wieder Zeit für eine Komödie in meinem Leben...
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