Das geht so nicht. Ich möchte in etablierten Medien nichts über meine kleinen, subkultürlichen Fluchten lesen. Die gehören da nicht hin. Obwohl dieses Statement eigentlich keiner weiteren Erklärung bedürfen sollte, werde ich meine Gründe doch noch einmal erläutern. Zur Sicherheit.
Erstens: Ich bin ganz schön beschäftigt. Mit vielen, meist ernsten Dingen. Dazu gehört auch eine gewisse Anteilnahme an der Hochkultur. Nicht zu viel, nur ein klein wenig, um aktuell zu bleiben. Daneben erfordert es meine jugendliche Coolness jedoch außerdem, ein bisschen Subkultur zu leben. Nicht zu viel, nur ein klein wenig mehr, um den Erwartungen zu entsprechen. Und vor allem, um Spaß daran zu haben. Aber den subkulturellen Strömungen zu folgen, ist gar nicht so einfach. Denn wären sie einfach zu finden und jedem zugänglich, wären sie ja Hochkultur - logisch, oder? Wenn ich also meine kleine Nische voller Avantgarde gefunden habe, finde ich es sehr schade, wenn sie kurz darauf entdeckt wird. Denn dann muss ich mich von Neuem auf die Suche begeben und, wie gesagt, ich bin ganz schön beschäftigt.
Zweitens: In den etablierten Medien gibt es keinen Autor, dessen Beschreibung meiner Subkultur bei mir gut ankommen könnte. Entweder, derjenige gehört zur alten Schule und schreibt dann wahlweise ein wenig herablassend, aber gelinde wohlwollend von oben herab, oder aber er nutzt die günstige Gelegenheit, um über die Jugend von heute im allgemeinen zu jammern. Die andere Möglichkeit ist, dass der Autor selbst gerade erst den Stützrädern und Schwimmflügelchen entwachsen ist - und dann bin ich leider in erster Linie erbost darüber, dass sie ihn und nicht mich beschäftigen, weil ich bin auch jung und weiß Bescheid. So oder so, mir kann man es da wohl nicht recht machen.
Abschluss meiner absolut logischen Argumentationskette. Der Stein des Anstoßes findet sich übrigens hier.
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