Mit diesem Eintrag richte ich mich an den Fernsehsender Arte, genauer gesagt an die Redaktion von "Durch die Nacht...": Sehr verehrte Damen und Herren, hiermit möchte ich mich selbst für eine Folge vorschlagen. Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht der üblichen Vorgehensweise entspricht und Sie mögen es für einigermaßen arrogant und anmaßend halten, dass ich meinen Namen selbst ins Spiel bringe. Allerdings ist es nun mal leider so, dass bis jetzt niemand anderem aufgefallen ist, welch hervorragende Qualifikationen ich für dieses Format mitbringe. Ich versichere Ihnen, dass das sonst nicht meine Art ist, aber ich glaube, es ist an der Zeit, selbst die Initiative zu ergreifen.
Kommen wir nun aber zu den Dingen, die mich auszeichnen und die sich in Ihrer Sendung ausgesprochen gut machen würden. Zunächst einmal: Ich kann ohne Probleme sehr lange wach bleiben, ohne müde zu werden. Ich brauche das Tageslicht nicht, um witzig und spritzig zu sein, im Gegenteil: Gerade abends habe ich oft die besten Ideen.
Zweitens: Die von Ihnen veranstalteten nächtlichen Aktivitäten finde ich sehr reizvoll. Vor allem die Vorstellung, nachts durch leere Museen und Galerien zu schlendern und dabei unterhaltsame Unterhaltungen zu führen, lässt mein Herz höher schlagen. Auch gegen ein Essen am Meeresufer oder in einem kleinen Restaurant mit furchtbar gemütlichen Sitzmöbeln habe ich nichts einzuwenden - vor allem bin ich kein bisschen mäkelig, was Nahrungsmittel angeht, was Ihnen Zeit und Nerven bei der Auswahl des Menüs ersparen würde. Außerdem lasse ich mich schrecklich gern mit einem Taxi in der Gegend herumfahren; ich bin keiner von den Menschen, die immer das Steuer übernehmen müssen.
Dass ich etwas zu erzählen hätte, müssen Sie mir leider unbesehen glauben. Ich bin zwar des öfteren nachts unterwegs und dabei meist eine regelrechte Wörterfabrik; nur hat bis jetzt noch keine Kamera diese Ereignisse festgehalten. Sie hätten damit die einmalige Möglichkeit, die Ersten zu sein - ein nicht zu unterschätzendes Privileg.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass Sie auch die Suche nach einem geeigneten Partner nicht anzutreten brauchen, den bringe ich nämlich mit. Das ist zugleich die Bedingung für meinen Auftritt, denn ich kann nicht garantieren, dass ich bei jedem Gesprächspartner meine Bestleistung liefern könnte. Die Chemie muss stimmen, Sie verstehen? Die Arbeiten meiner geschätzten Kollegin finden Sie hier.
Ich würde mich freuen, wenn wir zu einer Übereinkunft finden könnten - ich bin mir sicher, es wäre für alle Seiten ein Gewinn!
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